Tristan
Gottfried von Straßburg: Tristan.
im Jahre 1210 geschrieben.
Reclam Verlag, Stuttgart - 1184 Seiten.
Das Buch habe ich gelesen vom 14. Februar 2002 bis
zum 05. März 2002
Man merkt sehr eindeutig, daß das Nibelungenlied und der Liebesroman
Tristan in etwa im gleichen Zeitraum entstanden sind. Ritterliche
Tugenden, Kampfestugenden, Heldentum spielen eine große Rolle. Durch
den Genuß eines Liebestrunkes (eigentlich völlig ungeplant) werden
Tristan und Isolde durch das Band der Liebe verbunden obwohl Isolde
kurze Zeit später mit Tristans Onkel Marke in Cornwall verheiratet wird.
Tristan und Isolde treffen sich aber trotzdem immer wieder heimlich,
was zum Schluß auch tödlich endet. Soweit eine "Kürzest-Zusammenfassung".
Insgesamt eine recht kurzweilige und vergnügliche Lektüre und jetzt
freue ich mich bereits auf den - im selben Zeitraum entstandenen - Roman
"Parzival", den ich fragmentarisch bereits in der Schule kennengelernt
habe.
"[Gottfried von Straßburgs] Versepos >Tristan und Isold< (um 1210;
19 548 Verse, unvollendet abgebrochen), das auf der bereits höfischen
Fassung des Thomas d'Angleterre beruht, gibt dem verbreiteten französisch-
keltischen Stoff vom tragischen Schicksal der Liebenden seine klassische
Form."
(Quelle: Der Brockhaus - Literatur, 2004, Leipzig, Mannheim).
"Gottfrieds Name blieb das ganze Mittelalter hindurch bekannt, aber der
Tristan erfuhr insgesamt ein zwischen moralischer Verdammung und
sprach-ästhetischer Anerkennung gespaltenes Urteil."
(Quelle: Harenberg - Das Buch der 1000 Bücher, 2002,
Dortmund).
"Gottfried von Straßburg [...] schrieb um 1210 wahrscheinlich in Straßburg
nach französischem Vorbild und keltischen Sagenmotiven das höfische Versepos
>Tristan und Isolt< in alemannischer Mundart. Es stellt im Gegensatz zum Minnesang
die Liebe als höchsten Wert des Daseins in tragischen Konflikt mit Gesellschaft,
Ehre und Treue dar und wirkte - obwohl unvollendet - durch geistreiche, virtuose
Form und klangvolle Sprache schulbildend."
(Quelle: Der Große Knaur, 1982,
München).
">Tristan und Isolde< wird zu den schönsten epischen Gedichten des deutschen
Mittelalters gezählt. An Klarheit und Durchsichtigkeit der Darstellung, an
zauberischem Reiz leichten Gedankenflusses, an plastischer Geschlossenheit
und konsequenter Durchführung der Gestalten, an melodischem Wohllaut der Sprache
und des Reims sucht Gottfrieds Dichtung in der ganzen höfischen Epik, sowie
im Volksheldengesang der besten Zeit mittelhochdeutscher Poesie ihresgleichen"
(Quelle: Wikipedia, April 2005).
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© März 2002 by Martin J. Zimmermann.
Letzte Änderung dieser Seite: 15. Mai 2007.