Nibelungenlied


Nibelungenlied.

im Jahre 1200 geschrieben.

Emil Vollmer Verlag, Wiesbaden - 641 Seiten.

Das Buch habe ich gelesen vom 16. Dezember 2001 bis zum 13. Februar 2002

Von der Schule und dem Allgemeinwissen, welches man so hat, kennt man immer wieder kleine Teilaspekte des Nibelungenliedes: der Schatz, der im Rhein versenkt wurde, die verletzliche Stelle von Siegfried (an der Schulter, wo ihn - während eines Blutbades - ein Lindenblatt bedeckte) und die ihm später den Tod bringen sollte. Interessant für mich war es nun das Nibelungenlied einmal vollständig zu lesen. Von der Fahrt Siegfrieds nach Worms, dem Werben um Kriemhild, seiner Fahrt, um für König Gunther Brunhilde zu holen, seiner Rückkehr in die Niederlande, schließlich sein Tod im Odenwald durch Hagen. Seine Frau Kriemhild geht zu Etzel (Attila) ins Hunnen-Land (Ungarn) und lädt schließlich die Burgunder (später auch Nibelungen genannt) nach Ungarn ein, wo es schließlich zu einem massiven Gemetzel kommen wird, das nahezu keiner der Helden überleben wird. Das Nibelungenlied ist in zwei Teile geteilt. Der erste Teil behandelt die Abenteuer von Siegfried und spielt zumeist in Worms. Der zweite Teil behandelt die Ehe von Kriemhild und Etzel sowie die Fahrt der Burgunder nach Ungarn und das Gemetzel am Schluß. Mit diesem Werk habe ich sicher eines der wichtigsten Klassiker der frühen deutschen Literatur gelesen.

Das Nibelungenlied ist ein "mittelhochdeutsches Heldenepos eines namentlich nicht bekannten Dichters um 1200 im Donaugebiet (Passau?), das in 39 Aventiuren von Siegfrieds Werbung um die burgundische Königstocher Kriemhild und der mit ihr verbundenen Gewinnung Brünhilds für König Gunther, der Vermählung beider Paare, von Siegfrieds Ermordung durch Hagen und von Kriemhilds Rache mithilfe des hunnischen Königs Etzel berichtet". (Quelle: Der Brockhaus - Literatur, 2004, Leipzig, Mannheim).

"Bis zu seiner Wiederentdeckung und Übertragung ins Neuhochdeutsche durch den Schweizer Schriftsteller und Philosophen Johann Jakob Bodmer (1698-1783) war das Nibelungenlied verschollen. Danach erhielt es rasch den Rang eines deutschen Nationalepos. Die Romantiker begeisterten sich ebenso dafür wie der Komponist Richard Wagner (Zylkus Der Ring des Nibelungen, UA 1869-76). Die erste Adaption fürs Kino erfolge bereits zu Stummfilmzeiten durch Fritz Lang (1924)." (Quelle: Harenberg - Das Buch der 1000 Bücher, 2002, Dortmund).

"Bei einer äusseren Verbindung von Germanisch-Heroischem mit höfisch-ritterlichen Tugenden wird das Handeln der Helden doch fast ausschliesslich von den elementaren Triebkräften der Liebe und des Hasses bestimmt." (Quelle: Der Große Knaur, 1982, München).

"Die literarische Vorlage lässt keine psychologische Interpretation der Personen zu. Alle Personen werden mit identischen Attributen beschrieben, die einen feudalen Adligen auszeichnen: Ehre, Treue, Gewaltbereitschaft, Reichtum. Alle handeln folgerichtig." (Quelle: Wikipedia, April 2005).

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© März 2002 by Martin J. Zimmermann.
Letzte Änderung dieser Seite: 15. Mai 2007.