Miguel de Cervantes Saavedra: Der scharfsinnige Ritter Don Quichote von der Mancha.


Miguel de Cervantes Saavedra: Der scharfsinnige Ritter Don Quichote von der Mancha.

Im Jahre 1615 geschrieben.

Deutscher Taschenbuchverlag (dtv), München - 1167 Seiten.

Das Buch habe ich gelesen vom 07. September 2003 bis zum 12. März 2004.

Der - man kann das ruhig sagen - geistig gestörte Don Quijote zieht aus und will in Spanien als "Ritter zur Traurigen Gestalt" gute Taten vollbringen. Als seinen Begleiter sucht er sich Sancho Pansa aus. Die berühmte Geschichte, wo er gegen Windmühlen kämpft, weil er glaubt es wären Riesen ist gleich zu Beginn des Romans, jedoch keineswegs die dominierenste Episode der Geschichte.

Don Quijote sieht Dinge oft anders, als sie es in Wirklichkeit sind. Einfache Schenken deutet er als Burgen, eine Prostituierte wird seine "Dulcinea von Toboso" in deren Namen er ab sofort allerlei gute Taten vollbringen will, die Blechschüssel eines Barbiers deutet er als Ritterhelm. Sancho Pansa weist ihn zwar immer wieder auf seine Irrtümer hin - der Ritter glaubt jedoch seinen Eingebungen und ungewöhnliche oder unglaubliche Situationen begründet er dann immer damit, dass hier böse Zauberer am Werke seien.

Alles in allem ist Don Quijote ein recht vergnüglicher Roman, der die spanische Literatur sicherlich stark geprägt hat. Ich habe mehrere Monate daran gelesen (was allerdings auch an einem gewissen Zeitmangel zwischendrin gelegen hat).

"Im tragikomischen Handlungsablauf und im Kontrast der beiden Hauptfiguren, des nach einem historisch überholten Heldenideal strebenden, trotz seiner Verrücktheit äußerst scharfsichtigen Don Quijote und seines bäuerlichen, dem Materiellen zugewandten, schlauen Knappen Sancho Pansa wird das Werk zu einer umfassenden ironischen Sicht des zeitgenössischen Spanien und des menschlichen Bemühens schlechthin." (Quelle: Der Brockhaus - Literatur)

"In der unterschiedlichen Wesensart von Don Quijote und Sancho Pansa ist der Gegensatz zwischen weltfremdem Idealismus und praktischer Vernunft genial verkörpert." (Quelle: Harenberg - Das Buch der 1000 Bücher)

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© März 2004 erstellt von Martin J. Zimmermann.
Letzte Änderung dieser Seite: 25. Februar 2006.