Platon: Apologie des Sokrates


Platon: Apologie des Sokrates.

im Jahre 398 vor unserer Zeitrechnung geschrieben.

Reclam Verlag, Stuttgart - 122 Seiten.

Das Buch habe ich gelesen vom 21. September 2001 bis zum 26. September 2001 (u.a.in Florida! :-))

Dieses Buch ist höchst spannend und ich möchte es gerne weiter empfehlen! Insbesondere Anhänger der Jurisprudenz oder der Logik werden dieses Werk lieben. Es geht um die Verteidigungsreden von Sokrates vor einem demokratischen Gericht. Sokrates ist zum Tode verurteilt und muß insgesamt drei Verteidigungsreden halten. Diese Reden sind höchst spannend. Sokrates versucht sehr sachlich und vor allem sehr logisch zu argumentieren. So sagt er beispielsweise, daß die Todesstrafe für ihn gar nicht unbedingt etwas Schlimmes sein muß, da er den Tod nicht kenne und deshalb insbesondere gar nicht wisse, was nach dem Tode kommt. Und deshalb kann es ja durchaus sein, daß das was nach dem Tod kommt etwas Wünschenswertes ist, weshalb der Todesstrafe gar nicht unbedingt ablehnt und insbesondere nicht unbedingt als eine Strafe ansieht. Aber auch von dieser Argumentation abgesehen ist es ein empfehlenswertes und spannendes Buch!

Als "Grundlage [der Dialoge] gilt die platonische Ideenlehre, wonach es die Ideen sind, die allem Seienden Bestand und allem Verstehbaren Sinn verleihen. Mit der Ausarbeitung der Ideenlehre und der Bearbeitung der Probleme, die sich durch die Annahme von Ideen stellen, befassen sich vornehmlich die späteren Dialoge Platons." (Quelle: Harenberg - Das Buch der 1000 Bücher, 2002, Dortmund).

"Sokrates hatte zahlreiche Schüler (Sokratiker): der berühmteste war Plato, der auch seine Lehre überlieferte (Sokrates hinterließ keine Schriften). (Quelle: Der Große Knaur, 1982, München).

"Platons >Apologie< zufolge hat sich in Athen um Sokrates folgendes ereignet: Sokrates wurde vor einem Volksgericht (Dikasterion) aus 501 zu Richtern berufenen Bürgern angeklagt. Ankläger in diesem öffentlichen Verfahren waren Meletos, Anytos und Lykon. Die Anklage lautete auf Asebie (Frevel wider die Götter) und auf >Verderbung der Jugend<. Sokrates wurde mit knapper Mehrheit für schuldig befunden und anschließend zum Tod durch den Schierlingsbecher verurteilt. Das griechische Rechtssystem sah vor, dass zunächst über die Frage der Schuld entschieden werden musste und anschließend über die der Strafe. Die >Apologie< des Platon gliedert sich demnach in drei Teile: in eine Verteidigung gegen die Anklage, in eine Rede zum Strafmaß und eine abschließende Intervention seitens Sokrates, nachdem die Todesstrafe verkündet worden war. Am Anfang der >Apologie< weist Sokrates darauf hin, dass der Prozess gegen ihn eigentlich schon seit Jahren läuft, nämlich in Form übler Nachrede vieler Athener gegen ihn. Nach dieser psychologisch überaus geschickten Einleitung berichtet Sokrates über seine - wie er glaubt - Berufung durch Apollon. (Nämlich durch seine tägliche Diskussion mit den Athenern, den Orakelspruch von Delphi, der besagt, dass Sokrates der Weiseste aller Menschen sei, in der Praxis zu beweisen oder zu widerlegen.) Sodann widmet er sich der Widerlegung der beiden Anklagepunkte. Sokrates führt die Argumente seines Anklägers Meletos, der sich auf die Asebie konzentriert hat, ad absurdum, was seinen Höhepunkt in einem kurzen aber sehr typischen Dialog zwischen Sokrates und seinem Ankläger hat. In der Rede über das Strafmaß weigert sich Sokrates zunächst, eine milde Strafe zu erbitten, da er ja der Auffassung ist, unschuldig zu sein. Anschließend beantragt er, ohne den Pragmatismus zu verbergen, eine geringfügige Geldstrafe. In der dritten Rede äußert sich Sokrates über den Tod und die Frage, ob man sich davor fürchten müsse." (Quelle: Wikipedia, Januar 2006).

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© Dezember 2001 by Martin J. Zimmermann.
Letzte Änderung dieser Seite: 14. Mai 2007.